DIE MACHER

DIE MACHER

Bereits in der dritten Generation ist das Willsbacher Weingut in Familienbesitz. Großvater Karl Hirth war Gründungsmitglied der örtlichen Winzergenossenschaft und deren langjähriger Vorstandsvorsitzender. Sohn Walter setzte sein Werk fort. 1970 begann er seine Weine selbst zu vinifizieren und über eine für diese Region typische Besenwirtschaft zu vermarkten. Nach seinem Tod im Jahr 2000 übernahm Enkel Helmuth das Weingut und begann, es nach seinen Vorstellungen zu gestalten.

Helmuth Hirth war zu diesem Zeitpunkt bereits als erfahrener Vertriebsmann in einem traditionsreichen, hanseatischen Weinhandelshaus nicht nur mit den klassischen Gewächsen aus Frankreich, Italien und Spanien bestens vertraut. Auch die Rieslinge von Rhein und Mosel lernte er während seiner Studien- und Wanderjahre bestens kennen und lieben. Diese Erfahrungen prägen sein Qualitätsdenken bis heute. Damals setzten sie die Messlatte für sein weiteres Vorgehen im schwäbischen Familienweingut. Erste nationale Erfolge stellten sich rasch ein, doch bald schon merkte er, dass er ein derart anspruchsvolles Projekt nicht alleine und im Nebenerwerb stemmen kann.

Als ersten überzeugte er den erfahrenen Weinbautechniker Gebhard Steng am Projekt. „Spitzen Trauben für spitzen Wein!“ – Was für Kennerohren wie eine alte Binsenweisheit klingen mag, ist für ihn nach wie vor die Voraussetzung für überdurchschnittliche Qualität – und bis heute leider nicht in allen Weinbaubetrieben selbstverständlich.

„Wir können den geernteten Trauben nichts mehr beifügen. Sie sind die Grundlage für Geschmack, Tiefe und Intensität unserer Weine. Die eigentliche Kür ist dann, im Keller aus den guten Trauben einen hervorragenden Wein zu bereiten.” Mit diesem Wissen stieß im Jahre 2010 Betriebsleiter und Kellermeister Frank Kayser zu den beiden und sorgt seither dafür, dass der Anspruch im Keller auch langfristig so bleibt. Zusammen mit dem charmanten Südbadener bilden sie nun eine menage à trois, was Hirth scherzhaft als „schwäbisch-alemannisches Feingefühl“ bezeichnet.

Das Weingut ist heute für die Zukunft sicher aufgestellt. „Es war mir wichtig, frühzeitig die Weichen zu stellen“, sagt Hirth, „und zwar so, dass das Weingut auch nach meinem Ausscheiden aus dem operativen Prozess weiter seinen Weg gehen kann!“

Die Weine, die so überraschend anders schmecken, dass sie auch die nächsten Generationen faszinieren werden, vermarkten wir seither gemeinsam mit Freunden.